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Was bedeutet es, in eine psychiatrische Abteilung aufgenommen zu werden?

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Wenn Sie eine psychische Erkrankung haben, müssen Sie möglicherweise für eine gewisse Zeit in eine psychiatrische Abteilung aufgenommen werden. Hier besteht die Behandlung in einer Kombination aus medizinischer Behandlung, Gesprächstherapie, Psychoedukation und Unterstützung für die Rückkehr in den Alltag. Psychoedukation ist die Vermittlung von Wissen über Ihre Erkrankung und wie Sie mit ihr leben können. Der gesamte Ablauf, die Überwindung schwerer psychischer Probleme und die Rückkehr zum normalen Leben wird oft als „Recovery“ bezeichnet.

Ihre eigene aktive Beteiligung an Ihrer Heilung ist wichtig, damit es Ihnen besser geht. Sie können daher, sobald Sie dazu in der Lage sind, von Ihrem Therapeuten Informationen über Ihre Behandlungsmöglichkeiten, Wahlmöglichkeiten und Rechte anfordern. So können Sie die Entscheidungen treffen, die für Ihr zukünftiges Leben wichtig sind. Denken Sie daran, dass Sie eine psychische Erkrankung wirklich überwinden können. Dies muss kein dauerhafter Zustand sein.

Psychiatrische Abteilungen unterscheiden sich je nachdem, wo Sie stationär behandelt werden. Manche Einrichtungen haben offene und geschlossene Abteilungen, andere haben sogenannte integrierte Abteilungen. In offenen Abteilungen ist die Außentür der Abteilung offen, während sie in geschlossenen Abteilungen abgeschlossen ist. Eine integrierte Abteilung ist eine Kombination aus offenen und geschlossenen Abteilungen. Hier hat man entweder einen gesonderten Bereich innerhalb der Abteilung, der zeitweise geschlossen wird, oder die Außentür zur ganzen Abteilung ist je nach Befinden der Patienten manchmal offen und manchmal geschlossen.

So kann es Patienten geben, die die Abteilung nicht verlassen dürfen, weil sie zwangseingewiesen sind, weshalb die Tür abgeschlossen wird. Die anderen Patienten können je nach Absprache mit den Mitarbeitern die Abteilung frei verlassen oder betreten. Zwangseingewiesene oder eingeschlossene Patienten haben immer Gesellschaft von Mitarbeitern, so dass sie nicht allein sind.

Der Alltag in einer psychiatrischen Abteilung hängt davon ab, wie es Ihnen geht. Im Allgemeinen kann man sagen, dass tagsüber, wenn mehr Mitarbeiter anwesend sind, Behandlungen durchgeführt werden, während zu anderen Zeiten Besuche von Angehörigen oder Freunden oder andere Aktivitäten, die Sie oder Ihre Mitpatienten gerne möchten, stattfinden.

Die medizinische Behandlung besteht darin, das richtige Arzneimittel und die Dosis zu finden, das Ihre Symptome behandeln oder lindern kann. Sie werden daher regelmäßig mit einem Arzt über die Wirkung des Arzneimittels sprechen. Je nach Art der Abteilung und Ihrem Befinden kann auch eine Gesprächstherapie angeboten werden. Einige Abteilungen bieten auch Fitnessstudios, Mindfulness-Gruppen oder anderes an.

Während Ihres Aufenthalts werden Sie von den Mitarbeitern beobachtet. Sie beobachten Ihr Verhalten, Ihre Stimmung, wie aktiv Sie sind, Ihre Wahrnehmung der Realität, Ihre Ess- und Schlafgewohnheiten, je nachdem, was der Grund für Ihre Einweisung ist.

Ihnen steht eine Kontaktperson der Abteilung zur Verfügung, die Sie unterstützt. Sie können sich jederzeit an sie wenden, wenn es Ihnen schlecht geht oder einfach mit einem anderen Menschen sprechen möchten. Ihr Kontaktarzt erstellt gemeinsam mit Ihnen und eventuellen Angehörigen einen Behandlungsplan für Sie. Der Plan wird innerhalb einer Woche nach Ihrer Einweisung erstellt. Er wird laufend angepasst.

Der Behandlungsplan enthält Ihre Diagnose, eventuelle weitere Untersuchungen, eine Übersicht über die künftige Behandlung und welche Probleme in Ihrem Leben gelöst werden sollten, damit Sie wieder ins normale Leben zurückkehren können. Dies kann beispielsweise das Verhältnis zu Ihren Kindern oder Ihrer Familie, Ihre Ausbildung oder Arbeitssituation betreffen. Außerdem wird das Ziel der Behandlung und des Aufenthalts beschrieben und wann der Behandlungsplan aktualisiert werden soll.

Ein Aufenthalt in der Psychiatrie bietet Ihnen Freiheit von allen Aufgaben, Sorgen und Stressfaktoren des Alltags. Sie machen sozusagen eine Pause vom Alltag. So können Sie sich ganz auf Ihre eigenen Bedürfnisse konzentrieren. Wenn es Ihnen besser geht und Sie die Kraft dazu haben, können Sie überlegen, was Sie selbst tun können, damit es Ihnen besser geht, wenn Sie wieder nach Hause kommen. Was macht Ihnen Freude? Was gibt Ihnen mehr Energie im Alltag? Was sollten Sie vermeiden, damit es Ihnen nicht wieder schlechter geht und so weiter. Darüber können Sie auch mit den anderen Patienten und den Mitarbeitern sprechen.

Falls Sie zusätzliche Unterstützung benötigen, wenn Sie wieder nach Hause kommen, wird oft vor der Entlassung ein Gespräch mit Vertretern der Gemeinde und eventuell Ihren Angehörigen geführt, wie man Ihnen helfen kann, die Rückkehr und das Leben zu erleichtern.